Anna Maria Mühe hat die Programmplanung der ARD kritisiert und die schwachen Quoten ihrer Serie „Totenfrau“ hinterfragt. Nun reagiert der Sender auf die Vorwürfe – und verweist etwa auf veränderte Sehgewohnheiten.
Niedrige Einschaltquoten wegen Sonnenschein? So in etwa ließen sich die Vorwürfe von Anna Maria Mühe zusammenfassen. Die Schauspielerin hatte nämlich in einem Interview mit t-online die Programmplanung ihrer Serie „Totenfrau“ thematisiert und dort gesagt, dass äußere Umstände eine wichtige Rolle an den eher geringen Einschaltquoten gespielt hätten. „Man darf auch nicht unterschätzen, dass wir ausgerechnet an diesem Tag zum ersten Mal in ganz Deutschland richtig schönes Wetter hatten und wir den ersten warmen Abend genießen durften. Da ist einfach niemand vorm Fernseher“, erklärte die Schauspielerin.
Tatsächlich blieb die Resonanz im Fernsehen hinter den Erfolgen anderer ARD-Formate zurück. Die erste Folge der zweiten Staffel erreichte lediglich 1,74 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer. Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher Tatort kommt regelmäßig auf acht bis zehn Millionen Zuschauer.
Und, lag's nun an der schlechten Platzierung? Dazu äußert sich jetzt die ARD - und verteidigt die Entscheidung.
Auf Anfrage von t-online hin habe der Sender erklärt, die lineare Ausstrahlung der Serie sei in einem „prominenten Programmfenster“ erfolt. Tatsächlich handelt es sich um den Samstag, 2. Mai, 20.15 Uhr. Eine Bewertung der erreichten Einschaltquoten wollte der Sender nicht abgeben.
Stattdessen ergänzte man aber, dass sich die Sichtbarkeit eines Formats „nicht mehr allein an seinem linearen Sendeplatz, sondern ebenso an seiner digitalen Präsenz“ bemesse. Die Serie sei deshalb in der Mediathek besonders prominent platziert worden. Allerdings: Die komplette zweite Staffel war bereits seit rund einem Jahr auf Netflix verfügbar ...