„Babylon Berlin“ Staffel 5: Ein Finale, das so aktuell ist wie nie

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10.09.2026 um 06:30 Uhr
    Charlotte Ritter (Liv Lisa Fries, li.) und Gereon Rath (Volker Bruch, re. | © Frédéric Batier/X Filme Creative Pool/ARD Degeto Film/WDR/SWR/HR/Radio Bremen/Beta Film/BDA Creative
    Staffel 5 verspricht viel Drama für Charlotte Ritter (Liv Lisa Fries, li.) und Gereon Rath (Volker Bruch, re.) | ©Frédéric Batier/X Filme Creative Pool/ARD Degeto Film/WDR/SWR/HR/Radio Bremen/Beta Film/BDA Creative

    Nach zehn Jahren und vier Staffeln endet „Babylon Berlin“ – ausgerechnet mit einer Geschichte, die erschreckend genau in unsere Zeit passt. Mein Fazit zur letzten Staffel.

    Zehn Jahre ist es her, dass „Babylon Berlin“ als eine der ambitioniertesten deutschen Serienproduktionen überhaupt an den Start ging. ARD, Sky, X Filme und Beta Film taten sich zusammen, um Volker Kutschers Gereon-Rath-Romane zu verfilmen – mit einem Budget und einer Sorgfalt, wie man sie im deutschen Fernsehen bis dahin kaum gesehen hatte.

    Jetzt, mit Staffel fünf, endet die Geschichte. Und ich sage: Dieses Finale hat es verdient, gesehen zu werden.

    Darum geht's in Staffel 5 von  „Babylon Berlin“

    Die acht finalen Folgen spielen Anfang 1933 – in den Wochen zwischen Hitlers Ernennung zum Reichskanzler und dem Reichstagsbrand. Die Staffel orientiert sich frei an Motiven aus Kutschers Roman „Märzgefallene“: Charlotte Ritter ermittelt in einer Mordserie an ehemaligen Frontsoldaten, deren Wurzeln bis ins Jahr 1918 zurückreichen.

    Gleichzeitig verschwindet Gereon Rath spurlos. Das wiederum steht im Zusammenhang mit einer verschwundenen Akte, die Hitlers Zeit als Soldat im Ersten Weltkrieg betrifft ...

    Ein letzter Tanz: Charlotte Ritter und Gereon Rath auf dem Berliner Presseball in Folge 1 von Staffel 5 | ©Christine Schroeder/X Filme Creative Pool/ARD Degeto Film/WDR/SWR/HR/Radio Bremen/Beta Film

    Mein Fazit: Darumt lohnt sich die finale Staffel

    Ich finde: Staffel fünf fühlt sich an wie ein konsequenter, durchdachter Schlusspunkt. Schauspielerisch bewegt sich die Staffel auf dem gewohnt hohen Niveau, das man von „Babylon Berlin“ kennt.

    Aber vor allem die Handlung holt mich ab: „Babylon Berlin“ begann in der Weimarer Republik und endet nun unmittelbar nach der Machtübertragung an die Nationalsozialisten. Das schillernde, widersprüchliche Berlin, das die Serie über vier Staffeln aufgebaut hat, steht unmittelbar vor seinem Ende. 

    Viele der Themen, die in der aktuellen Staffel verhandelt werden, fühlen sich erschreckend aktuell an. Wie eine Gesellschaft mit dem Erstarken autoritärer Kräfte umgeht, wer sich anpasst und wer nicht – das sind keine rein historischen Fragen mehr. 

    Für mich ist klar: Wer die Serie bislang verfolgt hat, sollte sich dieses Finale nicht entgehen lassen. 

    Alle acht Episoden der finalen Staffel „Babylon Berlin“ stehen ab heute in der ARD Mediathek bereit. Im Ersten laufen sie in zwei Viererblöcken: am 19. September ab 20:15 Uhr und am 25. September ab 22:20 Uhr.