Wie entsteht der wichtige Polit-Talk? HÖRZU durfte die Moderatorin einen Tag backstage begleiten – als erstes Medium überhaupt.
Nach der ARD-Sendung „Caren Miosga: Sorgen Sie sich um unsere Demokratie, Herr Gauck?“ vom 15. März erscheinen in zwei Zeitungen Kritiken. „Die Zeit“ lobt: „Und dann schimpft er herrlich.“ Die „SZ“ kritisiert: „Verheddert im Dickicht der Themen.“ Zwei sehr verschiedene Blickwinkel. Caren Miosga (56) findet das interessant. „Das zeigt vor allem, wie unterschiedlich TV-Kritiker Sendungen wahrnehmen“, meint sie, als HÖRZU sie im Interview darauf anspricht. Es sei eben immer auch eine „Frage der Erwartungshaltung“.
Was die Zuschauer nicht sahen? Was alles hinter der Sendung steckt, wer sie vorbereitet – und welches Geheimnis sich unter Miosgas Studiotisch verbirgt. HÖRZU war das erste Medium, das die Moderatorin hinter die Kulissen blicken ließ.
Was war Ihr erster Gedanke am vergangenen Sonntag um 22.45 Uhr, als die Sendung vorbei war und das Licht im Studio wieder anging?
Schade, dass es schon vorbei ist.
Wenn Sie Ihren Talk vom letzten Sonntag wie einen Film betrachten - welches Genre war das am ehesten? Ein Kammerspiel? Ein Politthriller? Oder eine leise Charakterstudie?
Ein Kammerspiel mit Aha-Effekt.
Ist das Genre aus Filmperspektive – gefühlt - Sonntag für Sonntag dasselbe?
Nein, jede Sendung ist anders. Im besten Fall erkenntnisreich, hoffentlich immer interessant, manchmal spannend, und unterhaltsam darf es auch gern mal sein.
War „Caren Miosga“ am 15.3. eine „typische“ Sendung?
Im Grunde genommen ja, weil wir mit einem einzelnen Gast begonnen und die Runde dann mit zwei weiteren Gesprächspartnern geöffnet haben. Andererseits auch wieder nicht, weil Menschen eben unterschiedlich sind. Und so unterschiedlich die Gäste sind, so unterschiedlich verläuft jede Sendung.