Mit 70 startet Axel Milberg noch mal ganz neu durch. Im Gespräch mit HÖRZU verrät der Ex-„Tatort“-Kommissar seine Zukunftspläne.
Sein Abschied als „Tatort“-Kommissar Borowski rührte 2025 Millionen: Nach 22 Jahren und 44 Fälle war Schluss. Doch wer glaubt, Axel Milberg würde nun kürzertreten, irrt. Denn der Schauspieler hat endlich mehr Zeit für internationale Projekte - und drehte jüngst in Budapest, Brasilien auch Hamburg. Was es damit auf sich hat, wie Milberg seinen 70. feiert und warum er sich danach vorübergehend zurückzieht, verriet er HÖRZU.
HÖRZU: Axel Milberg, Wie schmeckt denn das Leben nach dem Abschied vom Tatort“?
Axel MILBERG: (lacht) Ich habe nicht zurückgeblickt, weil sofort neue Projekte anstanden.
Zum Beispiel?
Ein Tag nach Hamburg ging es nach Budapest. Der König von Württemberg war ich, ein hedonistisches Grossmaul in der opulenten Disney+-Serie „Vienna Game“ (ab November, die. Red.) - oder zurück nach Norddeutschland, Ratzeburg spielte ich den damaligen Vorsitzenden des Deutschen Ruderverbands, Walter Wülfing, im Kinofilm „Adams Acht“ (Startdatum: 17.9., die Red.). Die Geschichte erzählt die Jungs im Goldachter um den Rudertrainer Karl Adam, der 1960 eine Außenseiter-Crew formte, die bei Olympia überraschend Gold holte. Dann Wien und gerade stand ich bis noch in Hamburg als Gastro-Blogger für den ARD-Film „Risotto brutale“ vor der Kamera.
Was ist der Reiz an der Rolle?
Die heißt Elmar Schneider und ähnelt dem Amerikaner Jonathan Gold und hat ein Herz für den „kleinen Imbiss von nebenan“ nach der Arbeit – sowie auch für Menschen, die aus ihrer Heimat nach Deutschland gekommen sind und die Rezepte ihrer Region mitgebracht haben. Ihnen zuliebe verfasst er ausschließlich wertschätzende Empfehlungen - bis er sich mit Corona ansteckt, was ihm unbemerkt seinen Geschmackssinn raubt. Als er trotzdem eine Kritik schreibt - diesmal vernichtend - gerät die Inhaberin Anna Massi (Maren Eggert) in eine Existenzkrise.
Drei große Rollen also kurz vor Ihrem 70. Geburtstag. Wie werden Sie feiern?
Mit einem Großteil meiner Familie - von meinen Kindern über die Schwiegertöchter bis hin zu meiner Schwiegermutter, alle versammelt um einen großen Tisch im Süden. Die Details kennt meine Frau, denn ich drehe mit meinem Freund Daniel Harrich noch bis Ende Juli im Ruhrgebiet, nach dem ARD-Film „Verschollen“ endlich wieder Daniel und ich! Der Inhalt ist aktuell noch top-secret, aber es wird wieder ein wichtiger Film, der Missstände aufdeckt.