In „Mama ist die Best(i)e“ sucht eine verurteilte Täterin den wahren Mörder ihres Mannes.
Endlich frei! Zehn Jahre saß Society-Lady Gloria unschuldig hinter Gittern. Sie wurde wegen eines Auftragsmords an ihrem Gatten Victor (Bernhard Schir, „Vorstadtweiber“) verurteilt. Statt ausschweifender Shoppingtouren bestimmten strenge Regeln ihren Alltag. Nun kommt sie mit Fußfessel raus und kehrt zurück in die Familienvilla. Dort hält sich die Begeisterung über das Wiedersehen in Grenzen. Schließlich sinnt Gloria auf Rache und ist entschlossen, unter ihren scheinheiligen Verwandten den wahren Mörder zu finden. Schnell wird klar: Jeder von ihnen hätte ein Motiv gehabt.
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Auf bissige Art erzählt die Krimikomödie „Mama ist die Best(i)e“ von einer reichen Familie, in der sich mit Überheblichkeit und Zynismus alle gegenseitig das Leben zur Hölle machen. Schauspielerin Adele Neuhauser („Tatort“) schlüpft in die Rolle der Gloria. Auf zwei Ebenen berichtet die Geschichte von ihrer Zeit vor und nach dem Gefängnisaufenthalt. „Die Erfahrungen hinter Gittern haben meine Figur verändert“, sagt Neuhauser im Gespräch mit HÖRZU. „Vorher war sie ausgesprochen überdreht und unreflektiert. Im Knast konnte sie mit Äußerlichkeiten, die ihr sonst sehr wichtig waren, nicht mehr punkten.“ Zurück im alten Leben will sie zwar Vergeltung, hinterfragt aber auch, inwieweit sie früher eine gute Mutter für ihre Kinder war: für Tochter Leonie (Fanny Krausz, „Die Toten von Salzburg“) und Sohn Severin (Manuel Rubey, „Makellos“).
Ein Toter, viele Verdächtige: Der Zweiteiler versammelt für die zahlreichen Figuren ein hochkarätiges Ensemble vor der Kamera. Schauspielerin Elena Uhlig („Der Bremerhaven-Krimi“) spielt Glorias gewiefte beste Freundin, Roland Koch (Ensemble-Mitglied des Wiener Burgtheaters) deren Gatten und Glorias Affäre. Stefanie Stappenbeck („Ein starkes Team“) schlüpft in die Rolle der Schwiegertochter, Aglaia Szyszkowitz („Einsatz in Hamburg“) verkörpert die einst in dem Fall ermittelnde Kommissarin. Auch hinter der Kamera sind bekannte Namen dabei: Uli Brée („Vorstadtweiber“) schrieb das Drehbuch. Er entwickelte für Adele Neuhauser bereits die Dramen „Faltenfrei“ (2021), „Ungeschminkt“ (2024) und „Makellos“ (2026), in denen sie immer wieder neue, verletzliche Seiten von sich zeigen konnte. „Sobald ich ein Drehbuch von Uli bekomme, habe ich direkt Vertrauen in die Qualität“, sagt Neuhauser. „Er behandelt alle seine Figuren mit Sensibilität und Respekt – und bringt in jede dramatische Geschichte die notwendige Prise Humor als Gegengewicht mit hinein.“ Auch Uli Brée schwärmt von der Zusammenarbeit mit Neuhauser: „Wenn ich für sie schreibe, habe ich oft das Gefühl, sie blickt mir über die Schulter. Über die Jahre ist eine Zusammenarbeit entstanden, die sich fast wie Aufgabenteilung anfühlt: Ich liefere die Figur, und sie erweckt sie zum Leben.“
Um den Schauspielern den Einstieg zu erleichtern, nutzte Regisseurin Ute Wieland die – nicht unumstrittene – psychologische Methode der „Familienaufstellung“. Dabei positionierten sich die Darsteller im Raum, um die Gefühle ihrer Figuren zu verbildlichen: „Noch vor der ersten Leseprobe haben wir so unsere Charaktere in Situationen gebracht, auf die wir reagieren mussten“, erzählt Neuhauser. „So befand sich zum Beispiel Gloria als selbstbewusste Kämpferin stets vorn, ihre Mitstreiterinnen aus dem Gefängnis stärkten ihr dahinter den Rücken.“ Auf diesem Wege sollten die Darsteller lernen, die aufgestauten Emotionen ihrer Figuren besser zu verstehen.
Von Juli bis September 2024 stand das Team rund um Wien und in Niederösterreich vor der Kamera. „Wir haben in einem bezaubernden kleinen Schlösschen gedreht“, erinnert sich Neuhauser an die Filmarbeiten in der Villa zurück. „Auch das Wetter hat mitgespielt – weshalb ich unter der Perücke ordentlich ins Schwitzen gekommen bin.“
„Mama ist die Best(i)e“ läuft heute, am 18. Mai 2026 um 20:15 Uhr im ZDF und jederzeit in der ZDF-Mediathek.