Annette Frier und Christoph Maria Herbst sprechen bei HÖRZU über Teil 4 ihrer TV-Komödien-Reihe „Merz gegen Merz“.
Sie dürften Deutschlands bekanntestes TV-Scheidungspaar sein: Seit 2019 zerlegen sich Annette Frier (52) und Christoph Maria Herbst (60) als Anne und Erik Merz erst in der Serie, dann in der lockeren Reihe „Merz gegen Merz“. Das Format entstand nach einer Idee von „Stromberg“-Autor Ralf Husmann. Am 20. August zeigt das ZDF mit „Entscheidungen“ (20.15 Uhr) den mittlerweile vierten Film. HÖRZU traf das Duo zum Interview.
Hörzu: Angenommen, Anne und Erik würden sich zufällig auf einer Dating-App treffen: Ergäbe das ein „Match“, also würden sie zueinander passen?
Annette Frier: Ich stelle mir gerade vor, was Ralf Husmann uns da ins Drehbuch schreiben würde: Erik starrt aufs Display und sagt: „Was machst du denn hier?“ Und dann läuft laut der Piña-Colada-Song … Sie kennen ihn bestimmt, das ist der, in dem ein Mann aus Versehen mit der eigenen Frau anbandelt. (Lacht)
Welche Spitznamen würden sich die beiden für die Dating-App zulegen?
Frier: Anne würde nie ihren echten Namen nehmen, sonst käme man ihr doch noch auf die Schliche …
Christoph Maria Herbst:Erik wählt „CX 2000“ – klingt wie der letzte Besen aus „Harry Potter“.
Im neuen Film nähern sich Anne und Erik wieder an. Hat Sie das erstaunt?
Frier: Total! Als die Bücher kamen, waren wir ganz überrascht. Aber erzählerisch muss man die Menschen ja auch überraschen, denn die ganze Zeit nur Konfrontation zu zeigen, ermüdet früher oder später.
Herbst: Mich hat höchstens überrascht, dass es so spät geschieht. In Eriks Leben passiert ja nicht viel. Mit dem wunderbaren Hund, den er sich angeschafft hat, ist eine wirklich menschliche Beziehung nun mal nicht möglich. Und Anne stellt fest, dass Erik eigentlich gar nicht sooo übel war – verglichen mit dem, was sie jetzt hat. Denn ihr Jonas, Stichwort Traumtänzer, geht ihr ja massiv auf den Senkel. Plötzlich merkt sie, dass der „Spatz in der Hand“ vielleicht doch besser ist als die „Taube auf dem Dach“.
Passt der Titel „Merz gegen Merz“ angesichts der Annäherung noch? Müsste es jetzt nicht „Merz mit Merz“ heißen?
Herbst: An dem Punkt sind wir noch lang nicht! Es bleibt bei „Merz gegen Merz“. Das ist ja geradezu ein Brand. Außerdem muss der Name Merz unbedingt auftauchen. Aus Gründen. Und diese kleine Legislaturperiode überstehen wir auch noch.