„Young Sherlock“: Guy Ritchie auf den Spuren des jungen Sherlock Holmes

04.03.2026 um 16:45 Uhr
    „Young Sherlock“: Guy Ritchie auf den Spuren des jungen Sherlock Holmes | © Prime Video
    Sherlock (Hero Fiennes Tiffin) wird in einem mysteriösen Mordfall selbst zum Verdächtigen. | ©Prime Video

    Regisseur Guy Ritchie erzählt, wie aus einem jungen Mann das Detektivgenie Sherlock Holmes wird: 1870 gerät der 19-Jährige in Oxford in einen Mordfall.

    Er ist der wohl berühmteste Detektiv der Welt. 1886 veröffentlichte Arthur Conan Doyle (1859–1930) die erste Geschichte über den unkonventionellen Privatermittler Sherlock Holmes. Der britische Schriftsteller schuf damit eine Figur, deren Eigenarten bis heute faszinieren. Über 200 Filme und Serien rund um das Genie Holmes und seinen ständigen Begleiter Dr. John Watson gibt es bereits. Nun kommt eine weitere Serie hinzu: „Young Sherlock“ zeigt die frühen Jahre des späteren Meisterdetektivs.

    Die acht Folgen erzählen von dem 19-jährigen Sherlock, der in der Universitätsstadt Oxford der 1870er-Jahre mit seiner ungestümen und undisziplinierten Art immer wieder aneckt. Als er in einen Mord verwickelt wird, geraten der Ruf und auch die Freiheit des jungen Mannes in Gefahr. Voller Enthusiasmus und Neugier stürzt er sich in die Ermittlungen und versucht, seinen ersten Fall aufzuklären. Bald wird deutlich, dass es sich nicht um ein isoliertes Verbrechen, sondern um eine weitreichende Verschwörung handelt. So beginnt ein internationales Abenteuer.

    Die turbulente Serie basiert auf der gleichnamigen Jugendbuchreihe von Autor Andrew Lane, der sich von Conan Doyles Charakteren inspirieren ließ. Regie führt Guy Ritchie („The Gentlemen“), der bereits zwei actionreiche Sherlock-Filme inszenierte: 2009 „Sherlock Holmes“ und 2011 die Fortsetzung „Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“, beide mit Robert Downey Jr. in der Titelrolle und Jude Law als Dr. Watson.

    Es gibt keinen Besseren für diese Aufgabe!

    Hero Fiennes Tiffin, bekannt aus der „After“-Reihe, spielt in der Serie den jungen Sherlock. Er schätzte den Input des erfahrenen Filmemachers: „Die Zusammenarbeit mit Guy ist toll, weil er so entscheidungsfreudig ist, dass man ihm sofort vertrauen kann“, sagt Tiffin, der bereits für „ The Ministry of Ungentlemanly Warfare“ (2024) mit dem Regisseur zusammenarbeitete, im Gespräch mit dem EntertainmentPortal Collider. „Ich glaube, es gibt keinen Besseren für diese Aufgabe als ihn.“

    Die Erwartungen der Fans sind hoch, das merkte Fiennes Tiffin schon beim Dreh: „Ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich keine Verantwortung gespürt habe“, so der 28-Jährige. „Ich hatte das Gefühl, einen gewissen Anspruch erfüllen zu müssen.“ Bei seiner Interpretation versuchte er sich von diesem Druck frei zu machen: „Spannend ist doch, dass wir den jungen Sherlock erforschen. Wir erschaffen ihn zu einem Zeitpunkt, als ihn noch niemand richtig kennt“, so der Schauspieler.

    „In jeder Geschichte über die Herkunft einer Person will man sehen, wie jemand zu dem wird, der er später ist.“ In vielen Bereichen müsse Sherlock sich erst noch ausprobieren: „Am Anfang kann er sich beispielsweise im Kampf nicht behaupten, aber er entwickelt sich weiter.“

    Fans dürfen sich auf zahlreiche weitere bekannte Figuren aus dem Sherlock-Kosmos freuen. Dónal Finn (30, „Das Rad der Zeit“) spielt das spätere kriminelle Genie James Moriarty, Max Irons (40, „Miss Austen“) übernimmt die Rolle von Sherlocks älterem Bruder Mycroft. Und Joseph Fiennes (55, „The Handmaid’s Tale“), im wahren Leben Onkel des Hauptdarstellers, gibt der neuen Figur Silas Holmes, Vater von Sherlock, ein Gesicht. Bereits der Trailer verspricht für die Figuren ein Aben­teuer im typischen Stil von Guy Ritchie: mit jeder Menge Action.