Ein toter Astronom, eine verschwundene Kameraausrüstung und ein Teleskop, das auf eine fremde Wohnung gerichtet ist: In „Parallaxe“ ermittelt das Team der „SOKO Wismar“ zwischen Raubmord, beruflichen Konflikten und einem brisanten Geheimnis. Doch lohnt sich das Einschalten?
Der junge Amateurastronom Lennart Finke wurde tot aufgefunden. Er war für seine außergewöhnlichen Fotografien des Nachthimmels bekannt, die sogar in angesehenen Fachzeitschriften veröffentlicht wurden. Nun fehlt von seiner wertvollen Kameraausrüstung jede Spur. Wurde er Opfer eines Raubmordes?
Nicht unbedingt, denn auch sein berufliches Umfeld wirft Fragen auf. Nach dem Abbruch seines Physikstudiums arbeitete Lennart im Technischen Landesmuseum, wo er Kinder und Schulklassen mit seinen Experimenten begeisterte. Seine Vorgesetzte Nicola Klein hat ihn allerdings kürzlich wegen angeblichen Diebstahls abgemahnt. Steckte hinter den Vorwürfen mehr als ein beruflicher Streit?
Eine überraschende Entdeckung lenkt den Verdacht schließlich in eine dritte Richtung: In seiner privaten Sternwarte war Lennarts Teleskop auf die Wohnung von Katja Kovac gerichtet. Hat er die junge Frau heimlich beobachtet?
Der Krimi beginnt bildgewaltig: nächtliche Aufnahmen vom Mond, geschossen von einem Nachthimmel-Fotografen, hinter dem das Wasser eines Sees im Dunklen glitzert. Danach gibt es weniger schöne Bilder zu sehen, denn der obligatorische Mord bzw. der tote Hobbyfotograf ist naturgemäß nicht schön anzusehen.
Wer dranbleibt, wird jedoch unweigerlich in die faszinierende Welt der Astronomie hineingezogen. Lustigste Szene: Lars und Karoline machen einen kleinen Ausflug zu „Star Wars“ und schlüpfen in die Rollen von Darth Vader und Yoda. Einfach himmlisch! Zum Schluss wird es richtig romantisch, wenn Reuter und Helene in den Nachthimmel über Wismar schauen. Eine klare Empfehlung!
Die „SOKO Wismar“ ermittelt mittwochs um 18 Uhr im ZDF. Die Folgen sind auch in der ZDF-Mediathek abrufbar.